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Deutsche Verkehrswacht
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Deutscher Verkehrssicherheitsrat e. V.
„Vision Zero“-Logo

Verkehrsschau

Zielgruppe

Straßenverkehrs- und weitere Behörden

Inhalt

Für einen sicheren Verkehrsablauf ist ein technisch einwandfreier Zustand der Straßen erforderlich. Im Rahmen der Verkehrsschau überprüfen Fachleute aus Straßenverkehrs- und anderen Behörden regelmäßig den Zustand von Straßen. Gegenstand der Verkehrsschau ist die Überprüfung des Zustands und der Sichtbarkeit der Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen sowie die Beseitigung möglicher Gefahren im öffentlichen Verkehrsraum. Überprüft werden Knotenpunkte, freie Strecken und Fahrbahnränder. Auch an Bahnübergängen werden Verkehrsschauen durchgeführt.

Dabei stellen sich zum Beispiel folgende Fragen: Sind die jeweiligen Vorfahrtregeln, Ampeln, Verkehrsführungen, Markierungen und Wegweisungen notwendig und richtig platziert? Sind sie leicht zu erkennen, unmissverständlich und in gutem Zustand? Gibt es am Fahrbahnrand Hindernisse, die Gefahrenquellen darstellen?

Die Verkehrsschau ist eine Präventivmaßnahme. Anders als die Arbeit der Unfallkommissionen, die erst tätig werden, wenn sich Unfälle ereignet haben, soll die Verkehrsschau schon im Vorfeld greifen. Die Durchführung von Verkehrsschauen ist durch die Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (VWV-StVO) vorgeschrieben. Allerdings wird sie mitunter lückenhaft betrieben.

Träger

Die Verkehrsschau wird durchgeführt von Angehörigen der Straßenverkehrs- und Straßenbaubehörde, der Polizei und der Straßenmeistereien.

Umsetzung

Die Federführung bei der Verkehrsschau liegt bei der Straßenverkehrsbehörde. Ein Team aus Angehörigen von Straßenverkehrs- und Straßenbaubehörde, Polizei und Straßenmeisterei führt die Verkehrsschau durch.

Die Standard-Verkehrsschau soll alle zwei Jahre erfolgen. Überprüfungen der Verhältnisse bei Dunkelheit, an Bahnübergängen sowie der Wegweisung alle vier Jahre. Ein Anlass zur Kontrolle kann auch die Änderung von Verkehrsregeln oder die Verkehrsfreigabe neuer Straßen sein.

Die Verkehrsschau folgt einem standardisierten Ablauf. Die Forschungsgesellschaft für Straßenwesen (FSGV) hat hierzu ein Merkblatt erarbeitet, das sich an Straßenverkehrsbehörden richtet.

Die Bauhaus-Universität Weimar hat im Auftrag der Unfallforschung der Versicherer die Elektronische Software-Arbeitshilfe Verkehrsschau entwickelt. Die Software dient der Planung, Aufnahme, Dokumentation und Auswertung aller für eine Verkehrsschau relevanten Daten. Durch die Verknüpfung zwischen Straßenobjekten, Mängeln und Anordnungen können Defizite besser kontrolliert und das Straßenmanagement effizienter organisiert werden. Der Anwender wird bei der Auswahl der Mängel und Anordnungen durch Plausibilitätsprüfungen auf mögliche Widersprüche hingewiesen und somit während des gesamten Prozessablaufes unterstützt.

Medien

  • MDV – Merkblatt für die Durchführung von Verkehrsschauen (FGSV-Nr. 389)
  • Software-Arbeitshilfe Verkehrsschau

Kosten

Teilnehmer an der Verkehrsschau werden im Rahmen ihrer sonstigen Aufgaben tätig. Kosten der Medien müssen bei den Anbietern erfragt werden.

Anschriften

Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.
Dr. Detlev Lipphard
Beueler Bahnhofsplatz 16
53222 Bonn
Tel.: 0228/ 40001-56
Fax: 0228/ 40001-67
dlipphard@dvr.de
www.dvr.de

Unfallforschung der Versicherer
Wilhelmstraße 43 / 43 G
10117 Berlin
Tel.: 030/ 2020-5821
Fax: 030/ 2020-6821
unfallforschung@gdv.org
www.udv.de

Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen
Konrad-Adenauer-Str. 13
50996 Köln
Tel.: 0221/ 93583-0
Fax: 0221/ 93583-73
E-Mail: koeln@fgsv.de
http://www.fgsv.de

Links/Hinweise

Zur Bestellung des Merkblatts für die Durchführung von Verkehrsschauen:
http://www.fgsv-verlag.de/catalog/product_info.php?products_id=2353

Informationen zur Software-Arbeitshilfe gibt es hier:
http://www.unfallforschung-der-versicherer.de/Unfallforschung/VI/PEB/vschau_elkahilfe.htm